Willkommen zu Quiet Panther

Ob Buchprojekt, Küche oder Wien – hier findest du Inspiration, die so vielfältig ist wie das Leben selbst.
Teller mit Spaghetti aglio e olio, garniert mit frischer Petersilie und Chiliflocken, serviert mit hellem Bier und Baguette auf hellem Holztisch

Quiet Panther ist ein privates Thrillerprojekt von Andreas Gördes.

Der Roman entsteht fortlaufend. Auf dieser Seite veröffentliche ich nach und nach weitere Kapitel sowie begleitende Texte zur Arbeit am Projekt. Die Veröffentlichung erfolgt in nicht kommerziellem Rahmen auf meiner privaten Webseite.

Warum ich diesen Thriller schreibe

Mit der Protagonistin Alexandra Kern alias Quiet Panther versuche ich, einen Thriller anders zu erzählen. Viele Thriller arbeiten mit Tempo, Zuspitzung und Figuren, die selbst unter massivem Druck unversehrt bleiben. Hier setze ich den Schwerpunkt anders.

Alexandra bewegt sich zwischen Bereichen, die nicht sauber voneinander zu trennen sind. Sie stammt aus einem fiktiven staatlichen Apparat, der im Verborgenen operiert und dessen Methoden mit rechtsstaatlichen Grundsätzen kaum vereinbar sind. Auch nach ihrem Ausscheiden bleibt sie an diese Strukturen gebunden. Zugleich führt sie in der zivilen Welt ein eigenes Unternehmen, trägt Verantwortung und muss sich in einem Alltag behaupten, der nach außen gewöhnlich wirkt und doch ständig von ihrer Vergangenheit berührt wird.

Deshalb bewegt sich der Roman nicht allein im Feld von Gefahr und Verfolgung. Er zeigt Macht und die Logik von Strukturen, die sich der Kontrolle entziehen. Gewalt steht darin nie isoliert. Sie ist an Abhängigkeiten gebunden, an Geschäfte und an Interessen. Wenn Alexandra gegen Organisationen vorgeht, die Menschen verschleppen, brechen und ausbeuten, richtet sich der Blick daher nicht nur auf einzelne Täter, sondern auf die Systeme dahinter und auf jene, die sie schützen oder von ihnen profitieren.

Auch im Alltag wirkt das weiter. Alexandra führt Operationen durch, lebt zugleich aber in einem Umfeld, in dem familiäre Konflikte und offene Rechnungen weiterwirken. Die Familiengeschichte ist deshalb kein bloßer Hintergrund, sondern ein eigener Machtbereich. In ihm wirken politische Verbindungen und wirtschaftlicher Einfluss ebenso fort wie die Routine, Dinge unsichtbar zu halten die besser nie offen ausgesprochen werden.

Eine besondere Rolle spielt in meiner Erzählung die Ruhrstadt – eine fiktive Stadt im Ruhrgebiet und der Lebensmittelpunkt der Protagonistin. In ihr verdichten sich Erinnerungen, Eindrücke und Stadtbilder des Reviers. Als blinder Autor habe ich mich bewusst gegen eine reale Stadt entschieden, weil ich sie in ihrer konkreten räumlichen Gestalt nicht verlässlich genug darstellen könnte. Die Ruhrstadt schafft dafür den nötigen Spielraum, ohne sich von der Wirklichkeit des Reviers zu lösen. Die zweite Fiktion dieser Welt ist die KSS, eine staatliche Stelle für verdeckte Sonderoperationen, die offiziell nicht existiert und sich regulärer Kontrolle entzieht. Ich habe sie erfunden, um staatliches Handeln erzählen zu können, das im Rechtsstaat nicht offen organisiert sein kann. So gewinnt der Thriller den nötigen Spielraum, ohne seine Welt aus der Wirklichkeit herauszulösen.

Die Spannung in diesem Werk entsteht nicht aus übersteigerter Gewalt oder permanenter Eskalation, sondern aus realistischen Aktionen und dem Leben dazwischen. Mein Thriller will keinen Heldenmythos formen.