Syndrom – Gleichzeitiges vorliegen verschiedener Symptome

Syndrom

Das Syndrom (griechisch syn = zusammen, drómos = der Weg, der Lauf) ist in der Medizin und Psychologie das gleichzeitige Vorliegen verschiedener Symptome (Krankheitszeichen) deren ätiologischer (ursächlicher) Zusammenhang mehr oder weniger bekannt ist oder vermutet werden kann, aber die Pathogenese (Entstehung und Entwicklung) nicht. Wenn sowohl Ätiologie als auch Pathogenese bekannt sind, handelt es sich um ein Krankheitsbild. Von Syndrom wird häufig dann gesprochen, wenn es sich um zumindest in gewisser Hinsicht einheitliche und in vergleichbaren Fällen ähnliche Krankheitszeichen handelt. Eine andere Bedeutung hat der Begriff Symptomenkomplex.

Gehäuftes Zusammentreffen von einheitlichen oder zumindest in gewisser Hinsicht vergleichbaren Symptomen lässt mit einiger Wahrscheinlichkeit auf einen ätiologischen Zusammenhang im Sinne der Korrelation (Beziehung zwischen zwei oder mehreren Merkmalen, Ereignissen oder Zuständen) schließen. Dies stellt bei der Diagnose einer Krankheit immer den ersten Schritt zu einer Nosologie (Krankheitssystematik oder Krankheitslehre) und damit zu ihrem Verständnis und zu ihrer Behandlung dar.
Beispiele:

  • Adie-Syndrom
  • Bonnet-Dechaume-Blanc-Syndrom
  • Duane-Syndrom
  • Eineinhalb-Syndrom
  • Fissura-orbitalis-superior-Syndrom
  • Heerfordt-Syndrom
  • Horner-Syndrom
  • Katzenaugen-Syndrom
  • Kongenitales Schielsyndrom
  • Patermann Syndrom

Wenn drei Symptome typischerweise gemeinsam auftreten, sprechen Mediziner von einer Trias bei vier von einer Tetralogie bei fünf von einer Pentalogie.